Mutabor

Über Mutabor

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Erste Begegnung mit dem Geist Aleister Crowleys im Zoo von Rostock (DDR).

Beim Durchsehen meiner Kindheitsbilder, stieß ich vor kurzem auf eine Aufnahme aus dem Jahr 1974. Dieses Bild traf mich wie ein Schlag: Damals war ich gerade 6 Jahre alt gewesen, meine Eltern hatten mit mir einen Ausflug in den Rostocker Zoo unternommen und mich zum Posieren auf ein weißes Pony gesetzt.

1905 Aleister Crowley

Durch Zeitumkehr rückwärts gewendete Prä-Inkarnation: Aleister Crowley im Zoo von Rostock.

Nun musste ich feststellen, dass dieses Pony offenbar schon einmal gelebt hatte – im Körper eines Esels. Ein Bild aus dem Jahr 1905 belegte dies eindeutig. Auf dem Rücken des Esels saß ein Mann, der  – mir zwar in keinster Weise ähnlich sehend – mich doch schon seit ca. 25 Jahren begleitete. Der Bärtige auf dem Esel war niemand anderes als Aleister Crowley.

Konnte das ein Zufall sein? – Sicher nicht! Denn Zufälle existieren, wie wir alle wissen, allein im Märchen – und an Märchen glauben nur Erwachsene. –

1989 hatte ich durch magische Praktiken erfolgreich die Wende eingeleitet und damit auch die Mauer zu Fall gebracht. Ich gebe zu, dass dies aus reinem Eigennutz geschehen ist, da ich einfach zu faul war, einen Ausreiseantrag zu stellen. Meinem Jugendpfarrer, Herrn Führer aus der Nikolaikirche, habe ich das freilich nie verraten.

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Mit meinem Freimaurerbruder und Bürgen Harald (links) – Foto by Collandi

Obwohl ich in den darauf folgenden Jahren eine ganze Reihe magischer Erlebnisse hatte, begegnete mir Crowley selbst erst wieder nach meiner Aufnahme in die Feimaurerloge „Friedrich zum weißen Pferd“ i.O. Hannover. Zu diesem Zeitpunkt war ich gerade einmal 22 Jahre alt und mein Bürge Harald öffnete mir nicht nur viele Türen zum Verständnis der Königlichen Kunst, sondern wies mich auch in den Gebrauch des Tarot ein. Ich verdanke ihm viel – möge ihm das hohe Licht leuchten!

Crowleys Tarot ist mit Sicherheit nichts für Einsteiger und so dauerte es Jahre, bis mir zumindest einige Dinge darüber klarer wurden. Meine Persönlichkeits- und Wesenkarte ist „Die Liebenden“, mein Sternzeichen Jungfrau. Inwieweit sich diese Dualität auf mein Sexualverhalten ausgewirkt hat, möchte ich an dieser Stelle nicht erörtern. Auf geistiger Ebene jedenfalls hat die „Liebe zur Rationalität“ gewisse Spuren hinterlassen, was dazu führte, dass ich an der Universität Leipzig Philosophie studierte. In dieser Zeit begegnete ich mehreren magischen Persönlichkeiten, lebenden und solchen, die durch Bücher sprachen. Meinem lieber Lehrer und Meister Pierre Aubenque sei hier an erster Stelle genannt. Ich beschäftigte mich ausführlich mit den Texten Gustav Meyrinks, studierte Nietzsches Schriften und liebte die Bücher Henri Bergsons. Martin Heidegger wurde und blieb der wichtigste Denker für mich, was die Suche nach philosophischer Erkenntnis betrifft.

       

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    • 1986 – 1988 Lehre als Maschinen- und Anlagenmonteur mit Abitur
      1988 – 1990 Grundwehrdienst (NVA)
      1990 – 1996 Studium der Philosophie und Germanistik
      selbständiger Kaufmann und (später) Verleger
      Künstler- und Ordensname „Mutabor“ (lat. „Ich werde verwandelt werden“)
      Besonderes Interesse an Fotografie, Videokunst, Literatur und Philosophie.
      Arbeitsmotto: „Wer groß denkt, muss groß irren.“ – Martin Heidegger
      Lebensmotto: „Denk an den Tod“

 

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